Unser Alltag ist überschaubar, doch er unterscheidet sich deutlich von dem, den wir vorher geführt haben. Er hat sich grundlegend verändert.
Annas Gesundheit, ein Dank geht an die Pharmaindustrie und die Ärzte, ist stark eingeschränkt, und sie verbringt den Großteil des Tages im Bett. Obwohl bei ihr nicht viel passiert, gibt es doch einige Aktivitäten. Dieser Dank ist ironisch gemeint, da sie die Verursacher der Situation sind. Gewesen deshalb, weil wir ihnen den Rücken zugekehrt und bessere Wege gefunden haben. Das damit nicht alles wieder gut ist, wird uns jeden Tag bewusst. Doch es geht voran, wenn auch langsam.
Meine Arbeitsbelastung hat sich erhöht, da ich Annas Aufgaben seit Jahren übernehme und sie versorge. Mein Alltag ist also nicht besonders spannend, aber sehr arbeitsreich.
Unser Morgen beginnt mit einem Kaffee im Bett, nachdem wir uns um die wichtigsten Dinge gekümmert haben. Das hat sich zu einem Ritual entwickelt und gibt uns Struktur. Danach mache ich mich auf den Weg, um Frühstück zu machen. Manchmal gehe ich vorher noch einkaufen, und dann gibt es etwas zu essen. Anna bekommt ihr Frühstück ans Bett, und ich esse unten, meist schon vor dem Bildschirm, was ich zukünftig abstellen möchte.
Dann ist es Zeit für Annas Selbstpflege und meine Hausarbeit. Meistens erledige ich die Hausarbeit nebenbei, während ich fleißig an PrivatBlick arbeite. Wenn ich von Arbeit spreche, meine ich ausschließlich PrivatBlick. An manchen Tagen schreibt Anna ihre Rezepte und teilt ihr Kräuterwissen mit euch. So vergeht der Vormittag, natürlich mit kleinen Pausen für Getränke oder andere Aktivitäten.
Dann ist es Zeit für ein ordentliches Mittagessen, für das ich wieder verantwortlich bin. Wenn alle satt und zufrieden sind, kehrt bei Anna Ruhe ein und ich nehme wieder die Arbeit auf. Nebenbei erledige ich alles, was so anfällt. Irgendwann gönne ich mir noch einen Kaffee, ansonsten herrscht reges Treiben in einer absolut ruhigen Form. Wenn sich Anna wohl fühlt, ist sie produktiv, und wenn nicht, tut sie etwas für sich, was nicht wichtiger sein könnte.
Es folgt die Schlafenszeit und am Morgen wiederholt sich alles.
Es ist ein super abwechslungsreicher und hochinteressanter Alltag. Ich kann jedoch nicht sagen, dass ich mich nicht wohlfühle. Ich bin beschäftigt und habe ohnehin gern weniger Menschen um mich herum. PrivatBlick ist also nicht nur unser Projekt, es ist ein großer Teil unseres Alltags.
Dieser Alltag wird künftig sukzessive ausgedehnt, denn frische Luft und Bewegung haben noch nie geschadet. Gelegentlich kommt ein Termin, der den Alltag durcheinanderwirbelt, ansonsten ist es eher wie täglich grüßt das Murmeltier.
PrivatBlick wächst weiter, und diese Abläufe ergänzen dann die wenigen Lücken in unserem Alltag. Unser Alltag ist genau genommen ein dynamischer Tag. Wir sind dabei entspannt und leben den Moment.
