Der Morgen fing heute etwas später an, für uns zumindest. Wir hatten uns trotzdem nicht den Kaffee nehmen lassen, warum auch. Der Tag war schön und warm oder warm und schön, die Reihenfolge ist hierbei zumindest egal. Durch diese Wärme ist eine gewisse Langsamkeit bei mir eingetreten, vielleicht immer noch die Nachwirkung der Magenverstimmung, wer weiß es schon. Die Ideen kommen, die Ideen gehen und manchmal bleibt eine zum näheren Betrachten. Und bei mir ist heute ein ganzer Satz geblieben: „Am Anfang war das Wort.“ (Johannesevangelium 1.1).
Ich habe schon öfter mal über die Gedankenpflege geschrieben, denn es ist wichtig was jeder von uns denkt. Was ist, aber wenn das, was wir uns selber erzählen, genauso wichtig ist? Also das Wort. Welche Automatismen kommen hier zu tragen? Was erzählen wir uns selbst, wie behandeln wir uns, aufgrund dessen, selber?
Da kommt mir gerade noch ein Satz in den Sinn: „ win, before you begin.“
Irgendwie verfolgt mich das, heute.
Bin ich überzeugt von dem, was ich da mir selbst erzähle? Glaube ich das? Und wenn ja, wie bewusst sind mir meine Erzählungen? Oder sind das die Behauptungen von anderen über mich, denen ich Glauben geschenkt habe? Denn einfach so, irgendetwas nachzuplappern, ergibt in diesem Kontext wenig Sinn. Denn meistens glauben wir den Mist, den wir uns selbst erzählen. Sätze wie: »kann ich nicht«, »bin zu dick«, »zu dünn«, »ist zu schwer«, bin nicht talentiert genug«. Oder sonstigen Unsinn. Besiegeln wir nicht damit genau das, was wir vermeiden wollen?
Und wenn ich Gedankenpflege betreiben kann, dann kann ich auch meine Selbstgespräche ändern, denn nichts anderes ist es, als Selbstgespräche. Eine einfache Frage genügt: „Wie will ich von anderen behandelt werden?“ Genauso freundlich, zuvorkommend und respektvoll, wie ich es haben will, ist es jetzt an mir, mit mir so umzugehen.
Klingt ein wenig diffus, und doch ergibt es, nach näherem Betrachten, durchaus Sinn.
Es ist an der Zeit, zu erkennen, dass nur ich alleine weiß, was ich denke, hoffentlich😉, und ich dies auch bewusst bestimmen kann, will, und soll.
Also immer freundlich und nett zu sich selbst sein, und die Worte die wir an uns selber richten genauso freundlich und mitfühlend, wie bei der besten Freundin oder beim Kind oder dem besten Ehemann von allen🥰.
Denn wie heißt es schön: »ich bin es mir wert«.
Ich bin in meinem Leben die wichtigste Person, denn vom Anfang bis zum Ende, immer mittendrin und dabei.
Ich bin der Anfang und das Ende … stand Mal auf der Wand in meiner kleinen Kirche, die gibt es nicht mehr.
Viel zum Nachdenken. Bewusst werden.
Liebe Grüße
