Der Beginn des Tages, wie immer, mit dem Duft des morgendlichen Kaffees. In stiller Zweisamkeit genossen. Einfach herrlich.
Der Blick aus dem Fenster verriet keine Änderung der Wetterfront zu gestern. Der Himmel mit Wolken behangen, die eigentlich nur den Regen vermuten ließen, aber weit gefehlt. Es sind immer noch Wolken da, dennoch sieht es so aus, als ob das Wetter schön sein will. Gut so, es erhöht die Möglichkeit des Grillens. Ich freu’ mich darauf.
Der Kater war heute bei mir. Was soll ich sagen, er versucht immer meine Bettwäsche zu ruinieren, was ich überhaupt nicht leiden kann. Mein Wink, dass er das nun lassen sollte, hat ihn dazu bewogen, Leine zu ziehen. Er macht, was er für richtig hält. Ich auch …
Langeweile, lange Weile. Das ist mir heute Nacht durch den Kopf gegangen. Bis ich wieder einschlief.
Ich glaube, dass wir alle nicht mehr gewohnt sind, eine lange Weile für uns selbst zu haben. Meistens sind wir mir Sachen beschäftigt, die wir für andere erledigen, damit die Erwartungen derer erfüllt sind. Oder Pläne zu schmieden, oder dergleichen. Weil der Irrtum vorliegt, dass alles andere als unsere eigene Person Priorität hat. Und wenn wir Zeit für unsere Langeweile haben, wissen wir meistens nicht was wir mit dieser langen Weile für uns anfangen können. Wir haben Hobbys, die uns beschäftigt halten. Nichts gegen Hobbys, da kann der Verstand beschäftigt sein (Autopilot), während der Geist, bewusst oder unbewusst, die Reise unternimmt. Wir haben es verlernt zu sein. Die Langeweile hat das potenzial uns in andere Dimensionen zu katapultieren. Es erzeugt eine wohltuende Stille im Kopf, die wie gar nicht mehr gewohnt sind. Als Kinder konnten wir das noch super. Einfach sein, nicht mehr und nicht weniger.
Vielleicht ängstigt uns das zu sehr, diese Ruhe zuzulassen. Es sind, halt neue Wege, die wir so nicht mehr auf dem Schirm der Möglichkeiten hatten. Damit öffnet sich ein Tor zu mehr Selbstfürsorge. Reflexion, Selbsterkenntnis, Gedankenpflege und neu Ausrichtung, wenn nötig. Zeit auf das eigene Innere zu horchen. Es braucht ein wenig Übung, und den Mut es zu wagen mit der langen Weile, Langeweile aufzunehmen, aber wie das so im Leben ist, Übung macht den Meister. Ich übe auch, jeden Tag aufs neue. Denn es ist ein Prozess des Lernens über das eigene unerschöpfliche Potenzial des Seins.
Liebe Grüße
P.S: Es ist wie, damals als ich noch Jung war 😅, in der Werbung: „Wecke die Göttin in dir“- erinnert ihr euch?
