Nach dem gestrigen Tag kam die Nacht wie bereits in meinen vorherigen Beiträgen beschrieben. Ich wusste das es wieder so kommt, denn alles folgt einem Muster.
In solchen Nächten bin ich nicht wach und ich schlafe auch nicht. Es ist ein Zustand dazwischen und in meinem Kopf stapeln sich Bilder und Filmschnipsel des Lebens. Vieles davon passt nicht zu der jetzigen Zeit und stammt vermutlich aus früheren Zeiten. Doch das wirklich spannende sind die Bilder, die noch nicht passiert sein können. Diese sind heute Nacht sehr deutlich gewesen, was ich bereits so erwartet habe.
Ich habe für mich festgestellt, dass ich diesen Bildern folgen sollte und sie nicht zur Seite schieben darf. Wie soll ich es erklären, es ist wie eine Verschiebung der Realität wenn ich ich nicht auf die Bilder achte.
Mir fällt auf, je älter ich werde, desto weniger kommen diese Bilder und Gefühle, dafür sind sie immer klarer und intensiver. Es ist als wenn mich jemand an die Hand nimmt und durchs Leben führt.
Nun habe ich Dinge gesehen, die ich erstmal sacken lassen muss und welche die ich umgehend als den richtigen Weg erkenne. Darüber hatte ich gestern bereits einige Worte geschrieben.
Es sind diese Momente, die mich die Welt um mich herum ausblenden lassen. Im Prinzip ist heute Sonntag und das ist der Tag an dem wir nach dem ersten Kaffee eine Podcast-Episode aufnehmen. Das geht heute von mir aus gar nicht, denn solche Nächte sind anstrengend. Ich bin mir aber sicher, dass die Tage eine neue Episode ihren Weg zu dir finden wird.
Witzig ist, dass ich diese Bilder schon oft im Kopf hatte und nie verstanden habe. Vielmehr habe ich mich sogar eine Zeit lang dagegen gewehrt. Was passiert wenn man vom Weg abkommt? Genau es wird holprig und das beschreibt es auch ganz gut. Das Leben verlief nicht wie gedacht und immer kam etwas Unerwartetes dazwischen. Erst seitdem ich diese Bilder und Gefühle wieder ernst nehme fügt sich alles zusammen.
So ganz kann ich das nicht erklären, denn es gibt so vieles, was nicht zu verstehen ist. Ich verstehe diese Zustände mittlerweile als Richtungsgeber, doch wie sie entstehen entzieht sich komplett meines logischen Denkens. Nun versuche ich diese Zustände nicht mehr zu verstehen und lasse sie einfach zu, denn ich habe das Vertrauen in den Weg zurückgewonnen.
Ich denke ich mag es auch gar nicht versuchen es zu verstehen, um nichts daran zu beschädigen. Meiner Überzeugung nach muss man nichts alles verstehen und es auch nicht versuchen. Es gibt Dinge, die sollten einfach so bleiben wie sie sind.
Damit wünsche ich dir einen schönen Tag und ich bin gespannt, wie mein weiterer Tag verläuft.
