Jede Webseite, mit der ich in den letzten Jahrzehnten im Netz war, wurde standardmäßig mit Versuchen umsorgt sie zu hacken. Mein persönlicher Rekord lag bei gut 70000 Angriffen an einem Tag, die ich erfolgreich abwehren konnte. Bis heute, klopfe mal kurz aufs Holz, hat es noch niemand geschafft. Ich hoffe mal das das so bleibt. Du kannst auf der Startseite die Anzahl der "Abgewehrten Angriffe" sehen. Hinter dieser Zahl verbergen sich ausschließlich Angriffe, die abseits des Standards unternommen wurden. Der Rest wären ohnehin nur nervige Bots und damit langweilig.
Mir ist bewusst, dass hier viele Automatismen laufen, die jeden Tag das Netz durchforsten und jede Webseite auf die Standardschwachstellen abklopfen. Das sollte jeder Webseitenbetreiber im Griff haben.
Doch die ständigen manuellen Angriffe sind nervig. Vielleicht sollte ich ein Päckchen für Angreifer packen, dass sie dann auf ihre Systeme als kleines Geschenk mitnehmen können. Eine Überlegung ist es wert.
PrivatBlick ist so gut abgesichert, wie es irgendwie möglich ist, was natürlich nichts 100%-ig ausschließt. Die Absicherung geht weit über die gängigen Standards hinaus und sollte für mehr als 99% der Angriffe ausreichen.
Ich finde es ohnehin fragwürdig, nicht nur private Webseiten, sondern Webseiten von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen anzugreifen. So etwas wie Ehre scheint es heutzutage nicht mehr zu geben.
Das Positive an den Angriffen ist, dass es die unmittelbare Rückmeldung gibt, dass wir alles richtig gemacht haben. Nicht in punkto Absicherung, das auch, sondern was unsere Inhalte betrifft. Denn ein Teil der Angriffe zielt genau aus diesen Gründen auf unsere Seite ab. Ich backtrace die Angriffe ab sofort und schaue mal was ich damit mache.
Mein erster Hack galt zu meiner Jugendzeit Scottland Yard. Nicht um Schaden anzurichten, sondern um zu zeigen, dass es geht. Seitdem hat sich viel verändert und die meisten Hacker wollen einfach nur Schaden anzurichten. Sie machen es aus Spaß und damit zeigen sie wieviel Verachtung sie anderen Menschen gegenüber haben.
Ich selbst habe schon seit ewiger Zeit keine Server mehr gehackt, das letze Mal war es die Datenbank einer Sparkasse, weil ich Langeweile hatte. Damals war die Sparkasse dankbar für die Entdeckung der Sicherheitslücke. Es ist schon Ewigkeiten her und ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, Daten zu stehlen oder zu zerstören. Es war zu der Zeit so etwas wie ein Volkssport. Niemand ist dabei ein Schaden entstanden und die Betroffenen wurden über ihre Sicherheitslücken informiert.
Trotz der Erfahrung kann es immer passieren, dass es jemand schafft. Das ist dann zwar ärgerlich, doch nur kurz, denn es gibt abseits dieses Servers diverse Backups, womit sich der Server in Windeseile wieder herstellen lässt. Jedes dieser Backups wird auf Inkonsistenzen geprüft, um auszuschließen das sich eine Schadsoftware unbemerkt einnistet und zu einem späteren Zeitpunkt ihrer fragwürdigen Aufgabe nachkommt.
Im Prinzip sitzen wir unter einem recht stabilen Schutzschirm, der hoffentlich hält und sehen zu, dass uns nette Menschen finden. Das wir Interesse wecken merken wir derzeit verstärkt. Ich sag es nochmal, dass bestätigt nur das wir alles richtig machen.
