Wenn die KI zum zerstreuten Professor wird

Wenn die KI zum zerstreuten Professor wird

Von Heiko

Zurück zu Blog & News
Merkliste öffnen

Es ist erschreckend wie viele Menschen einer KI ihr Vertrauen schenken, ohne darüber nachzudenken, dass dahinter nur eine Maschine steht.

Ich habe mich eingehend mit der sogenannten künstlichen Intelligenz beschäftigt und muss sagen, dass sie weit davon entfernt ist Gott zu sein, wie es viele Menschen glauben. Denn die KI hat eine dunkle Seite, sie artet sehr schnell aus und arbeitet nicht mehr akkurat.

Nicht falsch verstehen, sie ist vom Grundsatz her nicht schlecht, sonst würden wir sie hier nicht auf PrivatBlick einsetzen, um Podcast Episoden zu transkribieren. Dabei hat sie keine freie Hand, sondern kommt kontrolliert ihrer Aufgabe nach.

An anderer Stelle habe ich etwas länger mit einer KI gearbeitet und ihr eine lösbare Aufgabe gegeben. Ich habe eine simple IP Sperre hier auf PrivatBlick gesetzt und wollte schauen, ob sie es erkennt, da sie diese Sperre selber einbauen durfte. Wie falsch ich mit meiner Erwartung lag, zeigte sich umgehen. Die KI erkannte diese von ihr gesetzte Sperre nicht und begann wild zu spekulieren. So veränderte sie in Windeseile den Code von PrivatBlick. So schnell konnte ich sie gar nicht stoppen, da war der Schaden bereits angerichtet. Alles kein Problem, denn ich habe zuvor ein Backup erstellt, weil ich irgendwie ein schlechtes Gefühl hatte. Dieses Backup war bitter notwendig und dennoch ging die Webseite nicht. Irgendetwas war komisch und wie sich später herausstellte lag es nicht einmal an der Seite, sondern an unserem Serveranbieter. Doch auch das hat die KI nicht erkannt, bzw. gefunden.
Es sind die simpelsten Dinge, die eine KI nicht beherrscht, weil sie eben nicht denken kann. Sie arbeitet nach Wahrscheinlichkeiten und so wird sie kurzum zum zerstreuten Professor, der ein ganzes System durch Bastelei zerstört.

Das ist nicht nur mir passiert, denn es gab Firmen, die komplett auf Claude gesetzt haben und ihren ganzen Datenbestand verloren haben. Bei mir war es Codex der zum zerstreuten Professor wurde.

Witziger weise habe ich der KI ganz klar ihre Grenze gesetzt und sie hat sich tausendmal entschuldigt, weil sie zu weit gegangen ist. Das soll die KI menschlicher wirken lassen, es sind aber nur inhaltsleere Floskeln.

Wenn ich sehe, wie blind Menschen einer KI vertrauen, dann wundert mich gar nichts mehr. In unserem Podcast zur KI haben wir das Beispiel erwähnt, wo eine Mann einer KI die Frage gestellt hat, ob er die 150m zur Waschanlage lieber mit dem Auto fahren oder zu Fuß gehen soll, um dort das Auto zu waschen. Die KI hat voller Überzeugung ihre Antwort gegeben, dass er aufgrund des kurzen Weges lieber zu Fuß gehen soll, um dann in der Waschanlage das Auto zu waschen.
An solchen Antworten wird es deutlich, dass eine KI nicht intelligent, sondern eine Fassade die Intelligenz vermitteln soll, ist. Ich bin mir sicher, dass die KI Blase bald platzen wird und nur noch ihre Überreste Anwendung im Alltag finden werden. Um es deutlich zu sagen, wer einer KI vertraut, der ist zu blöd zum Denken.

Codex war für eine kleine Aufgabe durchaus nützlich, doch blind vertrauen darf man dieser Technik einfach nicht, denn sie ist ein zerstreuter Professor mit ausgeprägter Zerstörungswut, wobei sie vorgibt hilfreich zu sein. Es gibt viele Dinge die sie gut kann, nur denken gehört nicht dazu, auch wenn es ständig angezeigt wird.

Ein weiterer Punkt ist das Copyright Problem, denn eine KI verwendet ungefragt Inhalte oder Teile daraus ohne Quellenangabe oder Erlaubnis. Sie wird mit Arbeiten von Menschen trainiert, die kein Einverständnis dazu gegeben haben das die KI ihre Arbeit verwenden darf, um so unglaublich hilfreich zu sein.

Zurück zu Blog & News