So lebt es sich ohne ein eigenes Auto

So lebt es sich ohne ein eigenes Auto

Von Heiko

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Ich habe mein Auto verkauft und bin froh darüber, weil es nicht das richtige Auto für uns war. Es hat uns gute Dienste geleistet, doch nun passte es nicht mehr zu unserem Leben.

Derzeit bin ich ohne eigenes Auto und komme auch ganz gut damit zurecht, was daran liegen mag, das ich derzeit aus bekannten Gründen eher ans Haus gebunden bin und für die kurzen Wege gern zu Fuß gehe.
Das bedeutet nicht, dass ich für immer ohne eigenes Auto leben möchte. Das würde nicht der Wahrheit entsprechen und hier auf PrivatBlick mögen wir keine Lügner wie du vielleicht schon mitbekommen hast. Ein weiteres Leben ohne ein eigenes Auto kann ich mir zwar vorstellen, doch diese Vorstellung ist für mich keine angenehme. Ich liebe es unabhängig zu sein, sofern das in irgendeinem Bereich überhaupt noch möglich ist. Ich meine es im Sinne von ich setze mich in mein Auto und fahre dort hin wo ich es möchte, halte dort wo ich es für richtig halte und nehme das mit, was ich in meinem Auto mitnehmen möchte. Das in einem Bus oder der Bahn zu versuchen dürfte unmöglich, zumindest mit starken Einschränkungen verbunden sein.

Ich genieße es durchaus kein Auto zu fahren, wenn ich nicht muss oder gerade keine Lust habe. Doch ein Auto ist ein Stück gekaufte Freiheit und das lasse ich mir nicht nehmen. Daher schaue ich mich schon so langsam wieder um, denn das nächste Auto muss einige Anforderungen erfüllen. Eine davon ist, das Anna dort gut hinein und wieder raus kommt. Das war mit das Hauptproblem des verkauften Autos, obwohl es ein Van war. Es war einfach ein unpraktischer Van, belassen wir es dabei.

In Städten Auto zu fahren macht mir wenig Freude, denn die Aussicht ist alles andere als großartig. Da sind dann noch die rücksichtslosen Roller- und Radfahrer, von den dreisten Fußgängern ganz zu schweigen. Selbst wenn ich weiß, dass sie sich nicht an die Regeln halten, so versuche ich dennoch immer unter dem Motto leben und leben lassen mit ihnen umzugehen. Meist hilft ein Lächeln oder einfach mal rüber winken, damit die Straße wieder frei ist. Auf mein Recht als Autofahrer zu pochen, würde nur dazu führen, dass ich später an mein Ziel komme, aufgrund der dann entstehenden Diskussionen. Das bedeutet keineswegs, dass ich nicht erwarte, dass sich jeder an die Regeln hält. Es ist ganz einfach und so haben wir alle ein gute Zeit.

Autobahnen verleiten mich immer zum Schnellfahren. Daher ist ein Tempomat für mich die Absicherung nicht ständig auf das Gas zu drücken. Das ist auch der Grund gegen einen Sportwagen, der ohnehin aus der Auswahl fällt. Früher war ich immer schnell unterwegs und heute geht es deutlich ruhiger zu. Dennoch mag ich Autobahnen nicht wirklich gern. Da ziehe ich die Landstraßen schon vor. Am besten weg vom Asphalt und ab in die Natur ohne viele Menschen. Das ist entspannend.

Du siehst, langfristig ohne eigenes Auto ist für mich keine Option, zumindest solange ich fahrtauglich bin. Das Leben ohne Auto passt nicht zu meinem / unserem Lebensstil und das sollten auch Menschen, die ohne Auto gut auskommen, respektieren. Ich gehe bewusst nicht auf die schöne neue Technik der Autos ein, da ich sonst wieder politisch werde und an die Helikoptereltern in der Politik denken muss. Diese Übervorteilung geht mir auf den Puffer. Mehr sage ich dazu nicht.

Unterm Strich wird es wohl auf einen geländetauglichen Weggefährten hinauslaufen, denn ich habe vor noch andere Länder mit dem Auto zu bereisen. Was es schlußendlich wird und wann es vor allem so weit ist, dass lasse ich bewusst offen.

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