Musik in meinen Ohren

Musik in meinen Ohren

Von Heiko

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Heute sitze ich nicht in der Stille. Ich habe mir Musik angestellt, um eine veränderte Atmosphäre zu erzeugen. Musik hat viele Auswirkungen auf mich.

Manchmal macht sie einfach nur traurig oder sehr euphorisch. Musik nebenher laufen zu lassen, dass habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Heute war mir danach. Mittlerweile läuft Musik per Stream über den Homepod. Damals haben wir platzbedingt unsere gute Hifi Anlage veräußert. Ich finde, dass man damals bewusster Musik konsumiert hat. Nun hat es den Charme verloren und es kommt per Knopfdruck aus einem kleinen runden Lautsprecher. Immerhin spielt sie, nur mit einem anderen Gefühl. Es ist so ähnlich wie die Umstellung vom Plattenspieler auf CD. Das finde ich immer noch etwas komisch, auch wenn wir unsere CD’s und einen Player im Schrank haben. Es sind Tage wie heute, wo ich gern den Verstärker anstellen würde, um über sauber abgestimmte Lautsprecherboxen gute Laune Musik wiederzugeben. Vielleicht ist es nur eine Form der Erinnerung und ein kleiner Teil von “Früher war alles besser”. Zumindest die analoge Musik war es definitiv, sie transportierte weitaus mehr Gefühl.

Es ist nun wie es ist und die Zeit schreitet fort und die Musik kommt aus einer Kugel. Die Entwicklung ist schon beeindruckend, denn im Verhältnis gesehen hat der Klang sich schon deutlich entwickelt. Ich bin gespannt, wo diese Reise endet und welche Qualität erreicht wird. Doch bin ich weiterhin der festen Überzeugung, dass selbst eine bessere Qualität einigen alten Medien einfach nicht das Wasser reichen kann. Nicht in Punkto Reinheit und Klangfülle, sondern das was Musik in meinen Ohren sonst ausmacht.

Ich könnte es vielleicht mal mit einem Vergleich versuchen. Anstatt das die Heizung automatisch den Raum erwärmt, hat es etwas lebendigeres wenn man zuerst das Feuer entfachen muss, damit der Kamin den Raum mit seiner viel angenehmeren und natürtlicheren Wärme ausfüllt. So ähnlich ist es mit den Tonbändern, Kassetten, Platten und CD’s im Vergleich zum schnöden Streamen. Selbstverständlich hat das Streamen seine Vorteile. Die Auswahl ist viel umfangreicher. Dennoch gibt es die Fälle, dass ein Song plötzlich nicht mehr im Streamingdienst verfügbar ist. Wie immer, Sonne und Schatten, Yin und Yang. …

Egal, heute füllt es die Stille und lässt mich bei dem ein oder anderen Beat mitwippen. Das tut gut.