Als Kind macht man sich darüber keinerlei Gedanken. Doch je älter man wird, desto mehr macht man sich darüber Gedanken. Doch auch die Ablenkung steigt proportional mit dem Älterwerden.
Ich meine die Realität, unsere Träume und wie wir uns die Welt vorstellen. Was wir tun und tun wollen. Alles das sind Dinge, über die sich Kinder noch keine Gedanken machen. Die meisten Kinder haben ganz klare Vorstellungen was sie mal werden wollen oder wo und wie sie einmal leben möchten. Doch dann kommen die Erwachsenen auf dem Plan und machen für viele Kinder diese Träume kaputt, indem sie für Ablenkung sorgen, ob bewusst oder unbewusst.
Kinder die dem widerstehen, kommen im Leben oft an ihr Ziel, weil sie den Fokus nicht verloren haben und jede Gelegenheit dazu nutzen ihren Weg zu gehen und nicht den eines anderen.
Ich hatte als Kind keine wirklichen Ziele, es war mir egal, Hauptsache es fühlte sich gut und einfach an. Ich wollte nie Anwalt oder Immobilienmogul werden, dass gab es in meiner Welt nicht.
Dann kam die Phase der Ablenkung und ich habe mich in meine Welt zurückgezogen und alles andere hinterfragt oder ignoriert.
Nun bin ich schon etwas älter, ich habe einen Teil meines Lebens gelebt und es erst vor einigen Jahren fertiggebracht, mich wiederzufinden. Bis dahin hat das System, bzw. die Welt in der wir leben für ausreichende Ablenkung gesorgt. Mein "Problem" ist, dass ich in vielen Bereichen sehr schnell sehr gut werde. Doch welcher Weg ist für mich der Richtige? Ich konnte mich nie entscheiden, da mir alles leicht fiel.
Doch mit zunehmenden Alter und der Gewissheit, das ein Leben nicht unendlich ist, habe ich meine Ziele grob gesteckt. Denn Übung, mich auf eine Sache zu fokussieren, hatte ich nicht. Daher gibt es einen ganzen Strauß an Dingen, die ich erreichen möchte. Ich habe herausgefunden, dass alles das was ich mir zum Ziel gesetzt habe, eine Schnittmenge hat. Somit bin ich entschlossen diese Schnittmenge zu meinem Ziel zu machen und jede Gelegenheit dazu zu nutzen, dieses Ziel zu erreichen.
Ich lenke also meinen Fokus gezielt auf diese Schnittmenge, die mich dann im Anschluss zu meinem ganzen Strauß an Zielen bringt. Um mit Missverständnissen gleich hier aufzuräumen, es ist alles ein Weg und kein Moment. Doch muss ich die richtigen Momente auf dem Weg erkennen und die Gelegenheiten dann auch wahrnehmen. Dazu gehört das ich mich nicht ablenken lassen.
Es ist daher wichtig, mit allen Sinnen meine Schnittmenge wahrzunehmen und somit eine virtuelle oder auch Traumrealität zu kreieren. Denn nur wenn meine Gedanken mit der "Realität" nicht mehr getrennt sind, ergibt es die vielleicht einmalige Möglichkeit meine Schnittmenge und alle damit verbundenen Ziele zu erreichen.
Meine Schnittmenge und Ziele sind ausschließlich in meinem Kopf und ich behalte sie in der Tat für mich. So sorge ich dafür, dass ich keinerlei Ablenkung auf meinem Weg erfahre.
Es bedeutet auch, dass ich in einer Welt lebe, die ich so gar nicht möchte und dennoch aushalten muss. Doch dies verstärkt den Drang meine Schnittmenge zu erreichen und dann den weiteren Weg zu gehen.
Im Nebeneffekt führt das zu einer gewissen Oberflächlichkeit, weil ich in meinen Gedanken beschäftigt bin. Sämtliche Sinne sind darauf programmiert etwas zu verändern.
Das alles mag sich merkwürdig lesen, doch ich habe mir die Frage gestellt, ob dass überhaupt mein Leben ist und ob die Realität überhaupt zu mir passt. Die Antwort kam mit dem Älterwerden und Aussperren der Ablenkungen. Ich denke nicht, dass ich morgens aufwache und ich mich plötzlich in einer anderen Realität wiederfinde. Es ist ein Prozess, ein Weg und ich bin bereit diesen zu gehen.
Ich werde also keine Ablenkungen zulassen und dies bedeutet, dass ich alles was für andere wie Ablenkung aussieht, gezielt einsetze um meine Schnittmenge zu erreichen.
Wie passt PrivatBlick hier hinein? Nun ich denke das meine Gedanken schon ein PrivatBlick sind und es ist das, was ich bereit bin preiszugeben. Ich schreibe es mir von der Seele oder presse es in einen Podcast. Doch in meinem Kopf gibt es so viele verschiedene Räume, dass die Tür zu meinen Zielen für alle anderen verschlossen bleibt.
Du kannst dir sicher sein, dass ich niemanden vergesse, der mich auf dem Weg unterstützt hat. Denn mir ist bewusst, dass es ungleich schwieriger ist, jeden Weg allein zu gehen. Besser ist es die richtigen Menschen an seiner Seite zu wissen.
Ich habe, wenn man so will mein inneres Kind gefunden und es dazu gebracht endlich die Gedanken zu sortieren und zu verfolgen, die es solange unterdrückt hat. Die Möglichkeit Ablenkungen zu ignorieren oder in einen Nutzen zu wandeln habe ich ganz allein, unabhängig von dem was auf der Welt geschieht.
