Heute ist nicht Gestern

Heute ist nicht Gestern

Von Heiko

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Ich mag nicht in der Vergangenheit leben, auch wenn der Zugriff darauf manchmal hilfreich sein kann. Doch im hier und jetzt die Zukunft zu erschaffen finde ich angenehmer.

Heute geht es mir besser, denn meine Gedanken haben sich sortiert und ich habe meine Schlüsse daraus gezogen. So dient das MacBook am Arbeitslatz nur noch als Computer und alles spielt sich auf dem großen Bildschirm ab. Es ist viel angenehmer als zwei Bildschirme, die ich früher so gerne verwendet habe. Doch nun reicht ein Bildschirm und wenige offene Fenster. Es gibt Ruhe und einen besseren Fokus.Abseits des Arbeitsplatzes gibt es nur noch das MacBook. Ich finde diese Lösung für mich die beste und das reicht mir.

Ich glaube es sind die Japaner, die einfach nur das Augenmerk darauf legen, jeden Tag ein bisschen besser als Gestern zu sein. Doch meiner ansicht nach hinkt das, wenn ich doch gegen ein Schneller - Höher - Weiter bin. Klar separiert einen das von dem Vergleich mit anderen, doch jeden Tag eine weitere Schippe drauf zu legen endet ja zwangsläufig in einem Wettbewerb mit sich selbst, wo man sich ständig immer mehr abverlangt. Es muss auch mal der Punkt sein, an dem man zufrieden ist. Zufrieden mit dem was man hat und wer man gegenwärtig ist. So einen Zustand in die Zukunft zu tragen, lässt Raum für Entwicklung und schützt vor einem Schneller - Höher - Weiter.Ein weiterer Vorteil einer Grundzufriedenheit sehe ich darin, sich selbst zu festigen und nichts mehr in Frage zu stellen. Das Leben ist zu kurz um ständig dem nächsten großen Ding nachzujagen, was nicht bedeutet keine Ziele zu verfolgen. Der Unterschied ist zum Einen die Geschwindigkeit und zum anderen der Druck. Klar könnte ich jedem Hinweis der mir offeriert wird nachgehen, doch wo bleibe ich selbst? Denn so würde ich nur dem Leben eines anderen nachjagen und versuchen so zu werden wie der Hinweisgeber. Selbst wenn es nur die Gedanken oder Tagesabläufe sind. Mittlerweile halte ich das für die größte Zeitverschwendung der Geschichte. Von anderen lernen, was ich gerade suche finde ich gut, doch alles was darüber hinausgeht halte ich für wenig zielführend.

Ständig von Aussen mit Verbesserungsvorschlägen den Tag zu bestreiten ist auf Dauer anstrengend und aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass man sich darin ab und an verliert. Somit halte ich mich fern von vielversprechenden Menschen, die nur auf der Suche nach Klicks sind und das sind leider die meisten. Ich konsumiere lediglich jene Informationen, die in meinen Augen hilfreich sind, den Rest fasse ich nicht an. Denn man muss sich bewusst sein, das Niemand den heiligen Gral besitzt und die Weisheit mit Löffeln gegessen hat.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und zu einem Thema ganz viele verschiedene Videos von den unterschiedlichsten Erstellern zu vergleichen. Für mich war es zu Beginn klar, aber es hat sich bestätigt. Jeder erzählt etwas anderes oder plappert es einem anderen nach. Das hilft niemanden, solange nicht die eigene Geschichte Pate steht.Ob jemand durch Manifestieren zu Reichtum oder durch eine zufällige Ölquelle ergibt einen Unterschied und somit sind die Informationen nischenbezogen und sie passen nicht zur Mehrheit. Ich empfinde diese Art der Videos oft als nicht angenehm oder einfach als Zeitverschwendung. Da schaue ich lieber Katzenvideos, auch wenn ich diese in Echtzeit haben kann, denn unsere Nachbarkatzen leben keinen Tag wie den anderen und verschwenden keinen Gedanken oder keine Zeit daran, wie sie 100 Mäuse und 20 Vögel auf einmal fangen können.

Meiner Ansicht nach und das ist die die für mich zählt, mache ich nur noch das was ich möchte und wie ich es für richtig halte. Meine Ziele stehen fest und ich habe keineswegs die Intention ihnen mit Macht nachzujagen. Der Weg dahin ist in kleine Schritte eingeteilt, die sich von ganz alleine ergeben. Jeden Tag so wie heute mit der Entscheidung keine zwei Bildschirme auf einmal zu verwenden und meinen Kaffee in aller Ruhe zu genießen.