... besonders schön fand ich, dass Anna es heute mit guter Laune geschafft hat, wieder Rezepte einzustellen. Es gibt immer wieder Tage, an denen daran nicht zu denken ist.
Mittlerweile freue ich mich mehr über Kleinigkeiten als über riesige Dinge. Das habe ich gelernt, seit es Anna nicht so gut ging und ich für alle da sein musste. Doch ich sehe den ganzen Verlauf durchweg positiv, denn in meinem Kopf hat sich während dieser Zeit vieles getan.
Den heutigen Tag habe ich trotz des schönen Wetters und der angenehmen 30 Grad zum größten Teil im Haus verbracht. Ich habe einfach gechillt und versucht abzuschalten, was mir nicht ganz gelungen ist. Dennoch gehe ich entspannt in den Abend, bin erleichtert, dass Anna den heutigen Tag gut verlebt hat und habe asiatisch gegessen. Ein runder Tag, denn die Küche hat mich heute nicht so oft gesehen.
Mein haariger Freund hing mir heute eine Zeitlang am Bein und schnurrte vor sich hin. Wieviele Haare ich dem kleinen Kater heute ausgebürstet habe, davon könnten 10 Vögel ihre Nester bauen.
Der Abend verspricht weiterhin ruhig zu sein und ich versuche nicht einfach im sitzen einzuschlafen, denn meine Augen sind heute schwerer als sonst. Damit steht die Entscheidung fest, dass ich heute früher ins Bett gehen werde, was nicht schaden kann. Alternativ würde ich sinnloses Videos schauen oder etwas im Haushalt tun. Daher fällt die Entscheidung "Bett" ungemein leicht.
In meinen Gedanken bin ich heute noch öfter bei Anna als sonst. Somit freu ich mich auch auf ihre Gesellschaft und ich versuche weiterhin nicht gleich einzuschlafen. Denn einschlafen geht bei mir recht flott. Du kennst die Puppen, die ihre Augen schließen wenn man sie hinlegt? Das kann ich genauso gut.
Daher bleibt mir heute nichts mehr übrig, als den Tag in guter Erinnerung zu halten, den restlichen Abend mit Anna zu verbringen und gemütlich schlafen zu gehen. Das klingt wie ein Zwang, ist es aber überhaupt nicht. Ich hatte eigentlich vor einen anderen Satz zu schreiben und keine Lust mehr den Beginn abzuändern.
