Durch die ganzen Nebenarbeiten ist es ruhig geworden und die Mikrofone schieben eine ruhige Kugel. Sie verweilen auf dem Stativ und warten auf ihren nächsten Einsatz.
Die nächste Episode wird kommen, denn erstens benötige ich eine um die neue RSS Feedanbindung zu testen und zweitens juckt es mich schon wieder. Ich bin mir sicher, dass auch Anna in den kommenden Tagen mal wieder Lust auf einen gepflegten und ungeskripteten Podcast hat. Einfach erzählen und schauen was dabei herauskommt.
Gefühlt ist die letzte Episode Ewigkeiten her und am liebsten würde ich jeden Tag eine aufnehmen. Ob der Podcast dann noch als privat einzustufen wäre, bezweifle ich dann doch. In meinem Leben passiert gerade eine Menge und auch gar nichts. Dazu ist es das ewige auf- und abbauen was einen davon abhält, obwohl es eigentlich kaum Zeit in Anspruch nimmt. Das bringt mich zu Mikrofonarmen, die ich ganz vergessen habe. Nicht das ich welche im Schrank rumliegen habe, doch würde es die Hemmschwelle einfach loszulegen deutlich reduzieren, wenn man nur die Mikrofone zu sich ziehen und die Kabel in das Macbook stecken muss. Ich werde mich mal auf die Suche begeben, ohne dass ich ein Vermögen dafür ausgeben muss. Jetzt klinge ich schon wie Dagobert Duck. Ist doch ein gutes Zeichen, oder?
Nein, ganz im Ernst. Ich wollte schon immer ordentliche Mikrofonarme haben. Nicht solche die wir früher hatten, die waren für die damalige Situation super, doch für diesen Einsatzzweck ungeeignet. Ich möchte sie gern recht und links neben dem Bett an die Wand schrauben, denn wie du weißt nutzen wir die Zeit morgens und das Anna ohnehin im Bett liegt, um unsere Episoden aufzunehmen. Solange wir diesen Zustand nicht ändern können, ist das Bett der beste Ort, schon aus akustischen Gründen und weil die Kaffeemaschine direkt daneben steht.
Es gab Zeiten in denen haben wir uns so gedacht, bei einem netten Schluck guten Whiskeys zu podcasten. In so großen und urgemütlichen Sesseln an einen knisternden Kamin. Das klang immer sehr verlockend und vielleicht kommt es irgendwann mal dazu. Bis dahn reicht der morgendliche Kaffee ohne Schuss. Ich bin genügsam und passe mich an. Doch eins ist klar, sollte es dazu kommen, dann wird sich unser Podcast verändern, im positiven Sinne.
Auch unterwegs im Wohnmobil zu podcasten stand auf dem Plan. Doch wie es der Zufall will geht auch das nicht. Mangels Wohnmobil und aus den bekannten Gründen. Wie schön wäre es, von überall aus einfach loszulegen und etwas Nettes in die Mikrofonkapsel zu säuseln. Dabei den Ausblick genießen und das Leben zu genießen.
Aufgewacht, Traumzeit ist vorbei, wir sind hier nicht bei wünsch dir was. Es gibt noch genug zu tun und damit werde ich jetzt beginnen. Nebenher noch nach den Mikrofonarmen schauen und dann ist der Tag vermutlich schon wieder Geschichte. Doch das ist etwas Gutes, denn es gibt im Prinzip jeden Morgen die Chance eine Episode aufzunehmen.
