Einfach mal wieder das Erscheinungsbild in Ordnung bringen hilft dabei sich wieder wohl zu fühlen.
Ich habe mich heute wie ein Landstreicher gefühlt, etwas ungepflegt, unrasiert und fern der Heimat. Es ist ein Gefühl, welches sich schleichend einstellt, aber irgendwann zu dem Punkt gelangt, wo es unangenehm wird. Dieser Punkt war heute erreicht.
Meine Haare für mich zu lang, der Bart unkontrolliert gewachsen. Ein Zustand, der alles andere als nett ist. Nun ist es kein Problem selber was dagegen zu tun, denn heute hatte ich Zeit.
Daher ging es mit dem frisch geladenen Haarschneider ans Werk und danach gleich unter die Dusche. Der Duschvorhang wurde zum magischen Vorgang, denn nach der Dusche fühlte ich mich wie ein neuer Mensch. Das Gefühl gepflegt zu sein ist sehr angenehm. Ich übertreibe es bestimmt nicht, wie aus dem Ei gepellt muss ich auch nicht herumlaufen.
Es ist immer wie man sich selber fühlt, was nach Aussen wirkt. Ehrlicher Weise muss ich sagen, dass es für mich langsam kriminell wurde. Ich glaube deshalb hat mich unser Nachbar heute angesprochen und gefragt ob alles okay bei uns ist.
Es braucht nicht viel, um wieder vorzeigbar zu sein und eine positive Wirkung auf das Umfeld zu haben. Haare und Bart stutzen, duschen und wohl riechend in frische Kleidung schlüpfen reicht völlig aus.
Da ich nun wieder ich selbst bin, kann es weitergehen, denn der Weg ist noch lang und den einen oder anderen Stein finde ich auch noch, den ich zur Seite räumen werde.
Anna ist sicherlich auch froh, wenn ihr Mann gepflegt ist und sich selbst wohl in seiner Haut fühlt. Da bin ich mir sicher. Ich mag es im Gegenzug auch wenn sie sich wohl fühlt und gepflegt ist.
In erster Linie macht man solche Dinge für sich selbst und nicht für andere, doch es bietet sich an den Kreis zumindest auf den Partner auszudehnen.
