Heute war der Sonnenaufgang als solcher nicht zu beobachten, es war auf einmal einfach nur hell. Der Tag hat sehr kühl angefangen. Eine Änderung scheint nicht in Sicht. Der Himmel hat sich in dicke Wolken gehüllt und hat nicht vor diese loszulassen. Es sieht, zumindest für mich, so aus. An meinen Fensterausschnitt ziehen mutige Kamikaze Stare ihre Bahnen.
Der Kater scheint heute eine Pause einzulegen. Manchmal tut er das. Versteht einer die Katzen. Und er war doch da. Hat sich bei mir, auf dem Schoß schnurrend, gemütlich gemacht, um Nachhinein neben mir ein Nickerchen zu halten. Jetzt ist er wieder draußen.
Die letzten Tage reihen sich, wie Perlen an der Kette, aneinander. An manchen Tagen fliegt die Zeit nur so hin. Und an manchen kommt das Gefühl der Gemütlichkeit hinzu. Die Zeit rast. Oder kommt mir das nur so vor? Und, ich bekomme manches Mal einfach zu viel. Es scheint, als ob die Geschwindigkeit des Tages meinem Körper ein Eigenleben anhaucht. Abseits der Zeit. Jeder versuch es zu synchronisieren, in Einklang mit dem Kopf zu bringen, scheint nicht zu funktionieren. Es ist, als ob beide nebeneinander laufen. Vielleicht braucht es Zeit, um, dass sie wieder eine Einheit bilden. Bis dahin nehme ich es hin, dass das so ist. Vielleicht werden beide mit einem Update versehen? Das Universum hat so seine Mittel und Wege. Geduld scheint jetzt mehr denn je gefragt zu sein. Also ein Beispiel an der Katze nehmen.
Ich glaube, der trübe, kühle Tag war heute der Auslöser für die Nachdenklichkeit. Aber vielleicht nur die Ausrede für diesen Zustand. Jetzt alles wieder ins Lot bringen, Gedankenpflege, Krönchen richten und weiter geht es. Das Leben wartet nicht. Okay, ich komme.
Genießt das Leben.
Liebe Grüße
