Eines meiner Lieblingsthemen aber nicht meine Lieblingsbeschäftigung ist und bleibt der gefürchtete Haushalt. Ich kann bestätigen, dass er sich nicht von allein macht.
Nach den letzten Tagen der Wartung und Projektupdates ist so einiges liegengeblieben, was ich nun Stück für Stück bearbeiten darf. Welch Glück ich doch habe den Wäscheberg abzutragen, die Staubschicht wegzuwischen und dafür Sorge tragen, dass hier niemand verhungert. Letzteres ist aktueller als zuvor, denn Anna hat derzeit einen Appetit, als wäre sie gerade erst aus dem Winterschlaf erwacht. Ich komme mit dem Grillen gar nicht hinterher.
Gleich nach diesem Beitrag werde ich mich dem Wäscheberg widmen. Sonst gibt es die Tage einen Kleidungs- und Textilienstau. Abgesehen davon muss die Tage wieder die Bettwäsche gewechselt werden, was erneut den Berg wachsen lässt. Danach gibt es Zeit für Anna und im Anschluss ruft vermutlich die Wäsche, die aufgehängt werden möchte. Der Staubsauger wartet erst noch, doch dem muss ich auch noch das Haus zeigen, bis sein Akku leer ist. Die Küche ist derzeit nur etwas wisch bedürftig, ansonsten verhungert hier niemand, wenn es nach den Vorräten geht.
Anna würde zu gern mit mir tauschen und den Haushalt schmeißen, was sie deutlich besser gemacht hat, als ich das derzeit tue. Doch leider klappt das auf absehbare Zeit noch nicht und ich muss halt herhalten. Die Kinder haben ihr eigenes Leben und helfen nur gelegentlich, besser als gar nicht.
Der Garten muss warten und vor dem Haus sieht es auch bedürftig aus. Die Natur breitet sich ungebremst aus und die Pflanzen rechts und links des Weges brauchen einen Haarschnitt. Dies alles sind alltäglich Aufgaben, die Anna irgendwie mit Links erledigt hat und ich brauche dafür einen Plan, bzw. lasse es auf mich zukommen.
Manchmal wünsche ich mir eine gute Seele des Hauses, eine Haushaltsfee, herbei. Doch das muss noch warten, denn derzeit gibt es andere Prioritäten. Und wenn ich so weit alles erledigt habe, bin ich auch ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Es ist schon merkwürdig, wie schnell sich Wünsche und Bedürfnisse von einem Moment zum nächsten Verändern.
Es kommt halt auf die Sichtweise an und warum sollte man eigentlich einen Teppich kaufen, wenn der Staubteppich gratis daher kommt? Keine Angst, das war nicht ernst gemeint und so viel Staub hat sich auch nicht angesammelt.
