Mit meiner Kreativität ist das so eine Sache. Sie ist kompliziert und verlangt nach ständiger Veränderung.
Ich hatte bereits in einem Beitrag darüber geschrieben, dass ich den Drang verspüre meine Umgebung zu verändern. Doch was passiert, wenn ich meinen Perspektive ändere. Gesagt getan, ich habe mein MacBook von meinem großen Monitor abgenabelt und mich einfach an einen anderen Ort im Haus gesetzt und siehe da, die Gedanken haben sich verändert.
Mein Gehirn assoziiert eine Umgebung und einen bestimmten Platz mit einer bestimmten Stimmung und den damit verbundenen Denkmustern. Es ist verrückt, wie der Kopf arbeitet. Doch so schnell und effizient er auch ist, so leicht lässt er sich austricksen. Durch eine einfache Veränderung des Ortes, nicht einmal der Möbel, konnte ich meinen Kopf davon überzeugen anders zu denken.
Somit steht für mich fast, dass unsere Sinnesorgane einen erheblichen Einfluss auf unsere Denkmuster und Denkweisen haben. Während ich diesen Beitrag tippe, sitze ich lediglich 2m von meinem Arbeitsplatz entfernt, mit dem nicht ganz direkten Blick auf den großen Monitor, der nun dunkel bleibt. Stattdessen verwende ich mein MacBook M1 und erfreue mich daran, dort tippen zu können, wo ich es möchte.
Wenn das nicht reicht, habe ich bereits mein Smartphone zum schreiben verwendet. Dafür habe ich nicht getippt, sondern diktiert. Das war gewöhnungsbedürftig, aber es hat gut funktioniert.
Als nächstes werde ich den großen Monitor für eine Weile nicht verwenden, selbst wenn ich an unserer Webseite im Code arbeiten muss. Das ist etwas ungewohnt, doch mal wieder raus aus der eigenen Komfortzone zu kommen tut wirklich gut.
Ich habe die Tage einfach auf dem Boden sitzend gearbeitet, nur um den Kopf freizubekommen. Dabei konnte ich mein Sichtfeld frei wählen und ab und an tippe ich auf der Treppe sitzend.
Ich bin mir sicher, dass ich nach einiger Zeit wieder das MacBook an den großen Monitor andocken und das große Apple Keyboard, nebst Magic Mouse verwenden werde. Doch mit dem Touchpad und der MacBook-Tastatur des MacBooks komme ich stets von der ersten Sekunde zurecht. Ich kann umgehend meinen Text tippen und dabei Löcher in die Luft starren. Blind schreiben zu können ist etwas Praktisches.
Wenn das funktioniert, dann liegt der Gedanke nahe, dass wir mit unseren Sinnesorganen und der Wahrnehmung das eigentliche Universum erschaffen. Also nicht das Universum erschafft unsere Umgebung, sondern umgekehrt. Es würde Sinn ergeben und ist eigentlich ganz lustig, denn es würde bedeuten, dass wir Erschaffer des eigenen Universums wären. Dies wiederum eröffnet dann ganz neue Möglichkeiten, die ich natürlich mal ausprobieren werde.
