Es ist eine Frage, die ich mir gestellt habe, angesichts der ganzen Berichtserstattung und die offensichtlichen Begebenheiten.
Grundsätzlich kann ich die Frage damit beantworten, dass ich schon stolz auf mein Land bin. Doch ich bin keineswegs ein Freund der Politik und Ideologien. Diese bekleckern sich seit Jahren nicht mit Ruhm in meinen Augen.
Die Deutschlandfahne, mit der bin ich aufgewachsen, kommt aus dem linken Lager und es ist mir völlig egal, selbst wenn sie von rechts gekommen wäre oder sonst woher. Ich bin unter diesen Farben aufgewachsen und habe zwar schon in der freien Natur Regenbögen gesehen, doch einer Zweckentfremdung dieser natürlichen Schönheiten stehe ich nicht wohlwollend gegenüber.
Ich schreibe diesen Beitrag, weil ich sehe und das schon sehr lange, wo die Reise hinführen soll. Doch dieses Ziel ist nicht mein Ziel und es ist auch keineswegs ein Gutes Ziel. Die Verblödung der Menschen zum Ziel zu haben ist eher ein sehr fragwürdiges Ziel.
Im Prinzip möchte ich mich nicht mit Politik auseinandersetzen, doch wenn es mich direkt betrifft, dann bleibt mir keine andere Möglichkeit.
In meinen Augen sollte jeder stolz auf sein Land sein und dennoch anpassungswillige Gäste willkommen heißen. Sobald ich in ein fremdes Land gehe, halte ich es für meine Pflicht mich den Umständen anzupassen, was nicht bedeutet meine Herkunft komplett aufzugeben. Dennoch bin ich dort zu Gast.
So bin ich voller Verständnis, wenn andere Nationalitäten stolz auf ihr Land sind. Der Versuch den Stolz zu verwässern, löst eine Identitätskrise aus, die ich für gefährlich halte. Denn im Anschluss würden die Menschen erneut auf die Suche gehen und das mit allen Mitteln. Soviel Weitblick erwarte ich eigentlich von denen da Oben.
Wir sollten nicht gegeneinander, sondern miteinander leben. Dazu gehört es auch Grenzen zu haben. Ich vergleiche es gern mit dem eigenen Zuhause. Hier heiße ich erstmal jeden willkommen, bis er sich nicht benimmt, dann fliegt er raus und dabei ist mir die Nationalität vollkommen egal. Auch lasse ich meine Haustür nicht offen stehen, da sonst unkontrollierte Besuche stattfinden würden. Es ist sozusagen mein Stück Land, ob Besitztum, gepachtet oder gemietet. Ich habe die Entscheidung, wen ich um mich haben möchte und wen nicht. Ich betone es nochmal, die Nationalität ist mir dabei völlig egal. Ich unterscheide generell nur in nette und dumme Menschen. Mit dummen Menschen umgebe ich mich auf keinen Fall länger als notwendig.
Ich lasse mich gern kulturell bereichern, doch nicht überrennen. Darin besteht ein großer Unterschied. Ich kann als nicht religiöser Mensch mit Menschen jeglicher Glaubensrichtungen kommunizieren, solange sie mich nicht überzeugen wollen, genauso zu glauben wie sie. So waren letztens erst wieder zwei nette Damen an der Tür, die mit mir über Gott sprechen wollten und was er so vor hat. Nun interessiert mich die Agenda von Gott herzlich wenig, was aber keinen Grund darstellte unhöflich zu sein. Wir hatten einen netten Smalltalk, warum ich nicht interessiert bin und ich habe ihnen einen schönen Tag und weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg gewünscht.
Und was hat das jetzt mit dem Stolz auf das Land zu tun? Alles, denn was im Kleinen gesellschaftlich nicht funktioniert, ergibt im Großen ein chaotisches Bild.
Ich mag unsere Nationalfarben, auch wenn sie von Links kommen, ich mag Regenbögen in der Natur, da sie keiner Ideologie frönen. Ich bin ein Mensch, der sein Leben in Ruhe leben möchte, ohne das einige Wenige meinen, über mein Verhalten zu bestimmen. Damit konnte ich noch nie etwas anfangen.
Politik halte ich für ein Relikt, zumindest wenn sie nicht zum Wohl der Menschen ist. Falschverstandene Fürsorge gehört definitiv dazu.
Ich liebe es mich mit Menschen über deren Kultur auszutauschen, aus Interesse an dem Gegenüber, aber nicht um meine Kultur aufzugeben. Ich mag Essen mit Einflüssen anderer Kulturen, denn das ist Bereicherung und über das leibliche Wohl kommt man mit vielen Menschen ins Gespräch.
Mein Ziel ist es mein Leben so zu führen, wie ich es für richtig halte und dass es meiner Familie gut geht. Dafür mag ich es hier in dem Land in dem ich geboren wurde. Wenn es notwendig würde, dann würde ich gehen, zu Menschen die mich aufnehmen wollen. Ich würde ihre Sprache und Gepflogenheiten adaptieren, ohne meine Identität aufzugeben. Das hat etwas mit Respekt zu tun und das ist das eigentliche Problem von dummen Menschen, sie haben keinen Respekt.
Ich hoffe dieses Statement nur einmalig machen zu müssen, denn ich bin beschäftigt, mit den wahren Dingen des Lebens und nicht mit kranken Fantasien einiger Weniger. Ich werde ganz weltlich die Küche aufräumen und mich um Anna kümmern, dass es ihr gut geht. Mich mit meinen Nachbarn unterhalten, wenn es sich ergibt und die Natur etwas eindämmen, damit die Wege wieder stolperfrei begehbar sind.
Das alles mit dem Wissen, dass die Sonne für jeden scheint und ich mit lauter netten Menschen umgeben bin. Wie ich mir da so sicher sein kann? Zum Einen kenne ich meine Nachbarn und zum Andern sitzt der größte Teil der dummen Menschen offenkundig irgendwo da oben.
