Camper oder nicht

Camper oder nicht

Von Heiko

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Ich habe mir viele Gedanken rund ums Unterwegssein gemacht. Das diese so vielfältig sein, ist wenig überraschend.

Als Kind war ich Zelten und mit dem Wohnwagen unterwegs. Später habe ich mir mit Anna viele Boote angeschaut und seit Annas Einschränkung viele CamperVans. Ich denke es wird deutlich, worauf es hinausläuft.
Nämlich keines davon, denn wir haben uns darauf verständigt, dass wir lieber unterwegs sind, in festen 4 Wänden nächtigen und eine gute Zeit haben wollen. Das hast du bestimmt nicht erwartet.

Es ist manchmal ein Gedanke, der den anderen Gedanken verdrängt oder in Frage stellt. Klar ist, wir können nicht alles haben, aber ein Versuch ist es schon wert.
Ich denke das der CamperVan und das Boot eher für einen Weg raus aus dem Haus stehen. Doch in der Realität fahren wir einfach gern irgendwohin, mieten uns dort ein und erkunden tagsüber die Umgebung, bevor wir weiterziehen. Mehr als eine Woche an einem Ort ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, es sei denn der Ort ist magisch und zieht uns an. Das kommt so gut wie nie vor und daher waren wir ständig unterwegs. Das kommt wieder und ich freue mich darauf.
Vielleicht abseits der Straßen und mit unerwarteten Ergebnissen? Wer weiß das schon und es ist auch egal.

Die heutigen Campingplätze mag ich nicht besonders und abgesehen davon habe ich gern etwas weniger Menschen um mich herum. Hier geht mir der Satz einer Schwedin nicht aus dem Kopf: "Da wo keine Menschen sind, habe ich keine Angst."
Nicht das ich Angst vor Menschen habe, doch meistens mag ich es, wenn ich nur wenige bis keine davon sehe. Ich bin kein Mensch, der sich nur in der Gemeinschaft gut fühlt, ganz im Gegenteil.
Fernab von den Massen, da wo die Welt noch in Ordnung ist, das ist der Ort wo ich mich wohl fühle. Das was andere für langweilig halten ist mehr als genug. Die Natur aufsaugen und vielleicht wieder schöne Fotos machen, die Zeit vergessen, dass klingt vielversprechend.

Ich meine, an einen Ort zu fahren, wo sich Hase und Igel Gute Nacht sagen und das Reh morgens über die Terrasse läuft, klingt doch wunderbar. Die Stille der Natur zu geniessen und den Gedanken freien Lauf zu lassen.

Ich mag Menschen und irgendwie mögen sie auch mich, doch manchmal brauche ich Ruhe vor den Zweibeinern. Das ist etwas was ich mit Anna teile und ich mich schon darauf freue, wenn es wieder soweit ist.

Manchmal sitzen wir auf einer Bank und innerlich genieße ich es, wenn ich niemanden anders sehe. Dann werden wir freundlich gegrüßt und wir grüßen freundlich zurück, um kurz danach wieder den Moment zu genießen. Die Bank steht nicht weit weg und zu gewissen Zeiten kommt so gut wie niemand dort vorbei. Es ist ein kleiner Zufluchtsort mit Blick auf eine Blumenwiese mit einer Reihenhausskyline im Hintergrund. Ein Kompromiss, um irgendwann auszubrechen.


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