Borretsch oder auch Wohlgemut genannt, heute eher ein unbekanntes Kräutchen, obwohl im späteren Mittelalter ziemlich bekannt und von den damaligen Ärzten zur Rekonvaleszenz nach Erkrankungen und gegen Depressionen empfohlen wurde. Weitere Namen für den Borretsch sind Augenzier, Liebäugel oder Herzensfreund und die beschreiben damit die stimmungsaufhellende und gesundheitsfördernde Wirkung der Pflanze.
Zudem reguliert er auch den Blutdruck (senkt), reinigt das Blut, wirkt entzündungshemmend und beruhigt die Nerven, obwohl er auch das Ausschütten von Adrenalin anregen kann. Als Tee genossen, fördert er das Schwitzen z. B. bei Erkältungen.
Er kann zwar nicht mit einer ganzen Armada an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen aufwarten, dennoch enthält er
viel Vitamin C,
viele Gerb – und Schleimstoffe, ätherische Öle, Flavonoide. Darunter die Kieselsäure und die Gamma-Linolsäure, die in den Samen enthalten ist und ein wirksames Mittel gegen Blutgerinnsel.
Also rundum unterschätztes Kraut.
Ach, und fördert auch noch, als Tee aufgegossen, den Milchfluss bei stillenden Müttern. Cool, oder?
Die Blätter kann man zum Einlegen von gurken verwenden, da das Kraut ohnehin leicht nach Gurke schmeckt. Am besten sind die jungen Blätter als Würzkraut zum Salat aber er passt auch zum Fisch, Eiern, Käse, Kartoffeln auch zum Kräuterquark. Die Blüten sind eine hübsche Zierde zum Salat als Dekoration oder Kanapees oder kalten Platten und können auch bedenkenlos mitgegessen werden.
Wie bei allen Kräutern gilt es immer frisch, entfalten sie ihr ganzes Aroma.
Liebe Grüße
