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Wie ein Strategiewechsel einen Podcast verändert

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Wie ein Strategiewechsel einen Podcast verändert

Von Heiko

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Wie du weißt, ist unser Podcast völlig ungeskriptet und frei von der Leber weg. In diesem Beitrag geht es darum, was dieser Shift mit unserem Podcast gemacht hat.

Eine Zeitreise

Ich reise zur Verdeutlichung einmal zurück in die Zeit unseres ersten Podcasts, der alles andere als ohne Plan auskam. Wir brauchten etwas zum Festhalten, damit wir uns nicht verzetteln und ein Intro, sowie Outro wurde zum Zwang. Alles nur, weil wir uns gedacht haben, wir hören auf die Experten und es wird wohl notwendig sein, um mit einem Podcast erfolgreich zu sein.
Im Ergebnis haben wir diesen Podcast irgendwann eingestampft, da er sich falsch anfühlte.

Einige Zeit später unternahmen wir einem weiteren Versuch. Diesmal mit Stichpunkten und 3-4 Themen. Um mit dem Audio gut zurechtzukommen, haben wir die Episoden im Auto aufgenommen. Überraschender Weise lief das recht gut und wir haben gut an Zuhörerschaft zugelegt, was auch den Themen geschuldet war. Denn wir haben bereits von den Dingen gesprochen, die gesellschaftspolitisch zu der Zeit als Schwurbelei galten und heute Fakt sind.
Dieser Podcast ist irgendwie im Sande verlaufen und es folgte ein Videopodcast.

Dieser Podcast hatte nicht viele Episoden, doch die wenigen liefen gut. Mit den ersten Episoden haben wir über alle sozialen Netzwerke hinweg schnell die hundert Abonnenten geknackt und dann zügig weiter ausgebaut.
Doch der Videopodcast stand unter keinem gute Stern. Denn Anna ging es zunehmend schlechter und es machte ihr daher auch keinen Spaß mehr vor der Kamera zu sitzen. Ich wollte den Podcast auf die nächste Ebene heben und einen Multicam Podcast daraus machen. Doch dazu ist es dann nicht mehr gekommen und wir haben uns von allen sozialen Plattformen verabschiedet. Auch in diesem Podcast haben wir gesellschaftspolitische Themen gehabt, die jetzt aktuell sind und in diversen Podcasts behandelt werden.

Das alles ist mittlerweile viele Jahre her.

Zu Beginn des Jahres 2026 habe ich dann PrivatBlick gestartet und irgendwann Anna von einem neuen Podcast überzeugt. Nur Audio war die Bedingung und das konnte ich nur zu gut verstehen. Die Themen waren gemischt, da wir uns wieder ausprobiert und Annas Gemüt in die richtige Richtung gelenkt haben.
So haben wir versucht eine Mischung aus unterschiedlichen Themenbereichen zu etablieren und insgesamt wieder Fuss beim Podcasten zu fassen. Die Reise kannst du dir im Archiv der Episoden anschauen. Zeitweise gab die temporäre Teilung auf drei Shows, um Ordnung in das vermeintliche Chaos zu bringen. Dazu waren wir mit dem Audiopodcast wieder auf YouTube, Spotify und Apple Podcast unterwegs. Die anderen Verzeichnisse und Plattformen haben sich einfach drangehangen.

Ein Sprung zur Gegenwart

Wir haben uns im Laufe der Zeit von den Plattformen getrennt, weil es sich nicht gut anfühlte. Selbst wenn ich diese Entscheidung bis heute nicht bereue, lag es gar nicht an den Plattformen selbst. Doch es fühlte sich so an. Schuld, wenn man überhaupt davon sprechen kann, war einfach die Themenauswahl und die Strategie. Das ist erst vor kurzer Zeit aufgefallen, ich habe es in einem Beitrag geschrieben und gleich umgesetzt. Jegliche Stichpunkte für die Episoden wurden von mir gelöscht und ich habe es Anna gar nicht mitgeteilt. Sie hat es nach der Aufnahme gesagt, dass sie sich schon gewundert hat, dass ich mein Handy nicht verwendet habe.

Dann ist etwas passiert. Wir hatten uns diesmal weder vorher abgesprochen oder konnten auf die Stichpunkte zurückgreifen. Die Episode war zu 100 Prozent nicht vorbereitet. Doch sie lief richtig gut. Kein Themenzwang und einfach nur direkt frei von der Leber gesprochen. Es war sehr angenehm, selbst für mich als absoluten Kontrollfreak. Es war als hätten wir etwas abgeschüttelt und plötzlich fühlte es sich so leicht an.
Die Themen fanden sich von ganz allein und niemand hatte den Anspruch alles richtig zu machen, Das Gespräch war leicht, ungezwungen und super angenehm, also so wie unser Podcast von Tag 1 hätte sein sollen.

Ein Blick in die Zukunft

Nach dieser Erkenntnis habe ich nicht im entferntesten das Bedürfnis jemals wieder eine Episode vorzubereiten. Ab jetzt wird einfach aufgebaut, aufgenommen und hochgeladen. Kein Schnitt, kein extra Aufwand und keine Themenabsprache.

Ich denke, dass es unserem Podcast sehr gut tun wird und ich freue mich auf die kommenden Episoden, zu 100% ungeskriptet und null vorbereitet.

Dazu kommt die Priorisierung des Podcasts. Er wurde bereits zum Herzstück von PrivatBlick erhoben, gefolgt vom Blog. Der Rest ist Beiwerk und dennoch ganz nett.


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