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Was macht einen Moment erinnerungswürdig?

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Was macht einen Moment erinnerungswürdig?

Von Heiko

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Unser Gedächtnis ist merkwürdig.

Wir vergessen ganze Wochen.

Aber erinnern uns Jahrzehnte später an einen Geruch.

An einen Satz.

An einen bestimmten Nachmittag.

Manchmal wissen wir sogar noch, wie das Licht in einem Raum aussah.

Warum gerade dieser Moment geblieben ist, können wir nicht immer erklären.

Vielleicht weil Erinnerungen nicht nach Wichtigkeit sortiert werden.

Manche großen Ereignisse verschwimmen.

Und vollkommen unbedeutende Details bleiben.

Das macht es schwierig, Erinnerungen bewusst zu produzieren.

Wir können eine teure Reise planen und am Ende ist unser liebster Moment ein belegtes Brot irgendwo am Straßenrand.

Vielleicht ist genau das schön.

Erinnerungen entstehen nicht zuverlässig dort, wo wir sie bestellen.

Sie entstehen dort, wo etwas uns berührt.

Manchmal durch Neuheit.

Manchmal durch Nähe.

Manchmal durch Freude.

Und manchmal sogar durch Schmerz.

Vielleicht sollten wir deshalb weniger versuchen, ständig „unvergessliche Momente“ zu erzeugen.

Dieser Anspruch kann einen Augenblick beinahe zerstören.

Wenn wir dauernd prüfen, ob etwas gerade besonders genug ist, erleben wir es womöglich weniger.

Vielleicht genügt es, anwesend zu sein.

Hinsehen.

Zuhören.

Nicht jeden Augenblick sofort in ein Foto zu verwandeln.

Und darauf zu vertrauen, dass unser Gedächtnis später seine eigene Auswahl trifft.

Welche Momente bleiben, wissen wir heute ohnehin noch nicht.

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