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Warum wir Glück oft erst im Rückblick erkennen

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Warum wir Glück oft erst im Rückblick erkennen

Von Heiko

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Es gibt Zeiten im Leben, die fühlen sich überhaupt nicht außergewöhnlich an.

Wir arbeiten.

Wir haben Probleme.

Wir regen uns über Kleinigkeiten auf.

Wir denken darüber nach, was noch besser sein könnte.

Und Jahre später sehen wir ein altes Foto und denken plötzlich:

Eigentlich war das eine schöne Zeit.

Warum haben wir das damals nicht gemerkt?

Vielleicht weil Glück im wirklichen Leben selten wie Glück aussieht.

Es besitzt keine Hintergrundmusik.

Es kündigt sich nicht an.

Oft besteht es nur darin, dass gerade vieles selbstverständlich funktioniert.

Menschen sind da.

Wir sind gesund genug für unseren Alltag.

Wir haben einen Ort, an den wir zurückkehren können.

Das alles erscheint uns normal.

Und normales Glück ist merkwürdig leise.

Probleme dagegen sind laut.

Ein kaputtes Auto bekommt sofort Aufmerksamkeit.

Dass es vorher fünf Jahre problemlos gefahren ist, feiern wir selten.

Eine schlechte Nacht beschäftigt uns.

Hundert gute Nächte davor kaum.

Vielleicht ist unser Gehirn einfach stärker darauf ausgerichtet, Schwierigkeiten wahrzunehmen als Selbstverständlichkeiten.

Das mag sinnvoll sein.

Es kann uns aber auch den Blick darauf nehmen, was gerade gut ist.

Vielleicht geht es deshalb nicht darum, ständig glücklich sein zu wollen.

Das wäre vermutlich ohnehin unmöglich.

Interessanter wäre vielleicht eine andere Fähigkeit:

Glück zu erkennen, solange es noch Gegenwart ist.

Nicht erst auf einem alten Foto.

Nicht erst wenn jemand fehlt.

Nicht erst wenn eine Lebensphase vorbei ist.

Manchmal könnte ein kurzer Gedanke reichen:

Wenn ich mich irgendwann an diese Zeit zurückerinnere – was werde ich vermissen?

Vielleicht entdecken wir dadurch Dinge, die wir bisher für selbstverständlich gehalten haben.

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