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Warum Vergleiche uns so selten glücklich machen

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Warum Vergleiche uns so selten glücklich machen

Von Heiko

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Vergleiche sind beinahe unvermeidlich.

Wir sehen, was andere besitzen.

Was sie erreicht haben.

Wie sie aussehen.

Wo sie wohnen.

Wohin sie reisen.

Und irgendwo im Kopf beginnt eine kleine Rechnung.

Bin ich genauso erfolgreich?

Bin ich weiter?

Habe ich genug?

Das Problem dieser Rechnung liegt darin, dass wir meistens zwei völlig unterschiedliche Datensätze miteinander vergleichen.

Von unserem eigenen Leben kennen wir alles.

Die Zweifel.

Die Rechnungen.

Die Fehler.

Die schlechten Tage.

Die Unsicherheiten.

Von anderen sehen wir häufig nur Ausschnitte.

Das fertige Haus.

Das Urlaubsfoto.

Den beruflichen Erfolg.

Das glückliche Paar.

Wir vergleichen also unseren Blick hinter die Kulissen mit der Bühne eines anderen Menschen.

Das kann kaum fair ausgehen.

Hinzu kommt etwas anderes:

Es wird immer jemanden geben, der mehr hat.

Mehr Geld.

Mehr Erfolg.

Mehr Talent.

Mehr Aufmerksamkeit.

Wenn Zufriedenheit davon abhängt, niemanden über uns zu sehen, haben wir praktisch schon verloren.

Vielleicht können Vergleiche trotzdem nützlich sein.

Andere Menschen können uns inspirieren.

Sie können zeigen, was möglich ist.

Aber Inspiration und Selbstabwertung sind zwei verschiedene Dinge.

Vielleicht wäre ein interessanterer Vergleich deshalb der mit uns selbst.

Bin ich heute irgendwo, wo ich vor einigen Jahren gerne gewesen wäre?

Habe ich etwas gelernt?

Hat sich etwas verbessert?

Und vielleicht noch wichtiger:

Will ich überhaupt das Leben, um das ich andere beneide?

Manchmal lautet die Antwort überraschenderweise nein.

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