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Warum uns Veränderung so schwerfällt

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Warum uns Veränderung so schwerfällt

Von Heiko

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Menschen bleiben erstaunlich lange bei Dingen, von denen sie eigentlich wissen, dass sie ihnen nicht guttun.

In Beziehungen.

In Jobs.

In Gewohnheiten.

Manchmal sogar in Vorstellungen über sich selbst.

Warum?

Vielleicht weil das Bekannte einen großen Vorteil besitzt:

Wir kennen es.

Selbst etwas Unangenehmes kann Sicherheit geben, wenn wir wissen, wie es funktioniert.

Veränderung dagegen enthält immer eine Portion Unsicherheit.

Was passiert danach?

War die Entscheidung richtig?

Wird es wirklich besser?

Und plötzlich wirkt das bekannte Unglück weniger beängstigend als eine unbekannte Möglichkeit.

Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Veränderungen oft nicht beginnen, wenn wir wissen, dass etwas anders werden sollte.

Sie beginnen erst, wenn das Bleiben unangenehmer geworden ist als das Gehen.

Dabei bedeutet Veränderung nicht automatisch Verbesserung.

Man kann falsche Entscheidungen treffen.

Man kann etwas vermissen.

Man kann zurückblicken und zweifeln.

Aber Nichtverändern ist ebenfalls eine Entscheidung.

Auch Stillstand hat Folgen.

Vielleicht wäre deshalb eine bessere Frage nicht:

Habe ich Angst vor dieser Veränderung?

Sondern:

Wie wird mein Leben aussehen, wenn sich nichts verändert?

Manchmal ist diese Vorstellung viel aufschlussreicher.

Wir müssen nicht ständig alles umwerfen.

Manches Gute darf bleiben.

Aber nur weil etwas vertraut ist, muss es nicht richtig sein.

Und nur weil etwas Neues Angst macht, muss es nicht falsch sein.

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