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Warum Fehler zu einem guten Leben gehören

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Warum Fehler zu einem guten Leben gehören

Von Heiko

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Niemand möchte gerne Fehler machen.

Wir versuchen deshalb, möglichst klug zu entscheiden.

Wir sammeln Informationen.

Planen.

Überlegen.

Und ärgern uns trotzdem irgendwann über Entscheidungen, die rückblickend offensichtlich falsch erscheinen.

Dabei vergessen wir etwas:

Die Person, die heute auf einen Fehler zurückblickt, weiß mehr als die Person, die ihn damals gemacht hat.

Genau deshalb wirkt die Entscheidung im Nachhinein oft so eindeutig.

Damals war sie es vielleicht nicht.

Natürlich gibt es dumme Fehler.

Und manche hätten wir mit etwas mehr Aufmerksamkeit vermeiden können.

Aber ein Leben vollkommen ohne Fehlentscheidungen wäre vermutlich nur möglich, wenn wir nie etwas riskieren.

Keine neue Beziehung.

Keinen beruflichen Wechsel.

Keine eigene Idee.

Keine Reise ins Unbekannte.

Keine Entscheidung, deren Ergebnis wir nicht bereits kennen.

Vielleicht besteht Weisheit deshalb nicht darin, keine Fehler mehr zu machen.

Vielleicht besteht sie darin, Fehler unterscheiden zu lernen.

Welche waren notwendig, um etwas zu verstehen?

Welche dürfen wir uns verzeihen?

Und welche sollten wir tatsächlich kein zweites Mal machen?

Ein Fehler ist schließlich erst dann völlig nutzlos, wenn wir absolut nichts aus ihm mitnehmen.

Vielleicht wäre ein perfektes Leben deshalb gar nicht besonders erstrebenswert.

Es gäbe darin vermutlich wenig Überraschung.

Wenig Risiko.

Und wahrscheinlich auch erstaunlich wenig Entwicklung.

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