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Ich darf

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Ich darf

Von Anna

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Der Morgen war heute etwas anders, als alle andere Morgen. Ich hatte, aufgrund meiner Knieschmerzen, die etwas stärker waren, gar keine gute Laune und musste mein Frust darüber loslassen. Heiko hat es zur Kenntnis genehmen. Danke Schatz.

Vielleicht bin ich einfach der Schmerzen müde, vielleicht musste es einfach raus in die Welt damit ich nicht wieder alles in mich hineinfresse. So sagt man das doch. Und ich darf das. Ich habe mir die Erlaubnis gegeben, so einfach kann es sein.

Wir sind eigentlich von klein auf daran gewöhnt, dass die Erlaubnis von den Eltern kommt, oder älteren Geschwistern, etwas zu machen oder zu haben. Oder von anderen Menschen wie Lehrer, Vorgesetzte usw. Wir richten uns ständig nach den Bedürfnissen und Anweisungen anderer, selbst bei Kleinigkeiten.

Und ich meine nicht, dass man die allgemeingültigen Regeln missachtet. Nein. Die erleichtern uns in mancher Hinsicht das Leben.

Ich meine die täglichen Herausforderungen, bei welchen wir zu den alten gewohnten Mustern greifen. Sie geben uns Sicherheit, denn sie sind vertraut, egal wie unsinnig sie sein mögen.

Wir greifen zu den Glaubensätzen, die wir bewusst oder unbewusst für uns adaptiert haben. Als ob jemand anderes uns von außen definiert, steuert, wenn man so will, und wir uns danach richten in der Annahme, dass es uns ausmacht, dass es so sein sollte.

Dabei haben diese Menschen meistens nicht einmal eine Vorstellung davon wie wir sind, die nehmen es einfach an, dass das so ist wie sie denken oder sich vorstellen oder beides.

Ein Beispiel:

Vielleicht esse ich gerne ein Brötchen zum Frühstück, was der Kollegin übel aufstößt, weil sie selbst sich anders entschieden hat. Steht es mir deswegen nicht zu, dieses Brötchen zu genießen? Soll ich deswegen auf mein Brötchen verzichten? Sie hat mir mit ihrem Kommentar zu verstehen gegeben, dass es mir nicht zusteht, schließlich hat sie auch keins.

Hier kommt normalerweise das schlechte Gewissen, und ich verzichte auf weitere Brötchen zum Frühstück, alte Version.

Oder ich entscheide mich für mich und tue, was ich gerne mag. Ich erlaube mir ich selbst zu sein. Denn ich darf, mein Brötchen genießen. Es ist meine Entscheidung.

Man könnte meinen, dass es gar keine große Sache ist, so ein Brötchen. Und doch, was, wenn wir immer gegen uns selbst entscheiden, damit die anderen zufrieden sind. Was, wenn wir selber an solchen kleinen Sachen uns selbst verleugnen, was passiert dann bei großen Entscheidungen? Am Ende macht uns das krank. Oder man nutzt uns aus.

Es lohnt sich immer für sich selbst da zu sein. Sich selbst die Erlaubnis zu geben nach »dem Brötchen zum Frühstück« zu greifen.

Auch das Wörtchen: Nein gehört in diese Kategorie der Selbsterlaubnis.

Selbsterlaubnis meine Grenzen selber zu bestimmen, und nicht die anderen darüber entscheiden lassen, wo meine Grenzen sind. Denn sie werden es tun, wenn ich es selber nicht weiß. Garantiert.

Jetzt heißt es, ich darf und ich bin genug.

Ich bin eine umwerfende Person, schon immer gewesen und jetzt ist wieder Zeit diese zum Vorschein kommen zu lassen.

Wie war das nochmal, einfach ich unverbesserlich? So war das.

Man könnte auch sagen: mit Leib und Seele einfach ich.

Gefällt mir. Mehr Mut, mehr Selbstvertrauen, mehr mich. Selbstachtung.


Meine lieben bis bald.

Liebe Grüße



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