Ich habe in der Tat früher als junger Mensch Musik gemacht. Begonnen hat alles mit der klassischen Block- und Altflöte, später kamen Orgel und Akustikgitarre dazu. Irgendwann saß ich am Schlagzeug und ab und an auch am E-Bass oder an der E-Gitarre.
Das alles ist lange her und es war eine schöne Zeit in den heruntergekommenen Räumen einer alten Fabrik. Wir haben dort viel Zeit verbracht, Musik gemacht, ausprobiert und vermutlich auch eine Menge Krach produziert. Irgendwann war diese Zeit vorbei und das eigene Musikmachen verschwand mehr oder weniger aus meinem Leben. Bis jetzt.
Zur Musik hier auf der Webseite
Heute entsteht die Musik ausschließlich am Mac und ganz ohne echte Instrumente. Ich habe es aus Neugier einfach mal ausprobiert und dann kurzerhand beschlossen, dich daran teilhaben zu lassen.
Jegliche Musik ist ausschließlich hier auf PrivatBlick zu hören und ich habe derzeit nicht vor, sie auf den üblichen Plattformen zu veröffentlichen oder das Ganze zu kommerzialisieren. Vielleicht wäre das möglich und vielleicht würde es sich sogar lohnen, aber darum geht es mir nicht. Es ist ein weiterer Teil von PrivatBlick und wenn dir gefällt, was hier entsteht, baue ich einfach auf deine freiwillige Unterstützung.
Das Warum
Es bereitet mir Freude, Texte zu schreiben, die eine Botschaft tragen und vielleicht auch ein wenig zum Nachdenken anregen. Manchmal sind sie ernst, manchmal persönlich, manchmal gesellschaftlich und manchmal darf es auch etwas mit einem Augenzwinkern sein. Irgendwann kam die Frage auf, was eigentlich passiert, wenn aus solchen Texten richtige Songs werden.
Bei der Erstellung der eigentlichen Songs bediene ich mich tatsächlich der künstlichen Intelligenz. Das hätte ich selbst vor einigen Jahren vermutlich nicht für möglich gehalten. Die Zeiten ändern sich rapide und die Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, sind schon ziemlich erstaunlich.
Dennoch ziehe ich meinen Hut vor „echten“ Musikern. Ich weiß, wie viel Zeit, Schweiß, Frust und Leidenschaft in einem Song stecken können, wenn Menschen ihre Instrumente beherrschen, gemeinsam Musik entwickeln und so lange daran arbeiten, bis am Ende etwas entsteht, das andere Menschen erreicht. Das hier soll diese Art des Musikmachens weder ersetzen noch kleinreden.
Ich gehe schlicht einen anderen Weg. Anscheinend habe ich irgendwann die Seiten gewechselt und bin in die Hobbymusikproduzentenecke gewandert. Derzeit ist es genau das: ein Hobby. Nicht mehr und nicht weniger. Ich weiß selbst noch nicht, wie lange ich das machen werde. Vielleicht ist gerade das ein Teil des Reizes.
Der Style
Hier bin ich offen und zu jeder Schandtat bereit. Auch wenn ich selbst melodischen Metal mag, existieren bei den Songs die unterschiedlichsten Stile. Ich möchte mich da überhaupt nicht festlegen. Ein Text kann nach einer ruhigen Umsetzung verlangen, ein anderer nach Gitarren, ein weiterer vielleicht nach etwas Elektronischem oder einer Richtung, auf die ich vorher selbst nicht gekommen wäre.
Wichtig ist mir nicht das Genre, sondern dass die Botschaft ankommt. Die Musik soll den Text tragen und nicht umgekehrt. Wenn beides am Ende zusammenpasst und bei dir vielleicht sogar etwas auslöst, hat der Song seinen Zweck erfüllt.
Ist das eigentlich noch „echte“ Musik?
Darüber kann man sicherlich wunderbar streiten. Ist ein Song weniger wert, weil bei seiner Entstehung künstliche Intelligenz eingesetzt wurde? Wie viel muss ein Mensch selbst gemacht haben, damit etwas als sein Werk gelten kann? Ist es der Text, die Idee, die Auswahl, das Verwerfen, Verändern und erneute Ausprobieren? Oder zählt am Ende nur das Ergebnis?
Ich habe darauf keine allgemeingültige Antwort und möchte eigentlich auch keine daraus machen. Für mich ist die Sache wesentlich einfacher: Ich schreibe etwas, weil ich etwas sagen möchte. Anschließend versuche ich, diesem Text eine musikalische Form zu geben. Die künstliche Intelligenz ist dabei ein Werkzeug, mit dem mir heute etwas möglich ist, das ich alleine so nicht umsetzen könnte.
Früher hätte ich mich vielleicht mit ein paar anderen Leuten in den alten Fabrikraum gesetzt. Einer hätte eine Idee auf der Gitarre gespielt, jemand anderes wäre am Schlagzeug eingestiegen und irgendwann hätte sich daraus vielleicht ein Song entwickelt. Heute sitze ich vor einem Mac und gehe einen völlig anderen Weg.
Der alte Fabrikraum war vermutlich cooler. Ich habe es irgendwie geliebt.
Einfach anhören
Am Ende möchte ich daraus aber auch gar keine Wissenschaft machen. Die Songs sind hier, weil es mir Freude bereitet, sie zu erstellen und weil PrivatBlick für mich seit dem Beginn ein Ort war, an dem unterschiedliche Dinge ihren Platz finden dürfen.
Manche Songs werden dir vielleicht gefallen, andere überhaupt nicht. Bei einem Text denkst du möglicherweise noch eine Weile darüber nach und beim nächsten klickst du nach dreißig Sekunden weiter. Das ist vollkommen in Ordnung. Musik ist Geschmackssache und das darf sie auch bleiben.
Wenn irgendwann ein Song dabei ist, den du ein zweites Mal anhörst, weil dir die Musik gefällt oder weil dir eine Zeile im Kopf geblieben ist, dann hat das Ganze für mich schon ziemlich viel von dem erreicht, weshalb ich damit angefangen habe.
Also Kopfhörer auf, Lautstärke nach Geschmack und einfach mal reinhören.
