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Die schwierige Kunst, zufrieden zu sein

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Die schwierige Kunst, zufrieden zu sein

Von Heiko

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Zufriedenheit hat ein Imageproblem.

Sie klingt schnell nach Stillstand.

Als würde ein zufriedener Mensch nichts mehr wollen.

Keine Ziele.

Keine Entwicklung.

Keine Wünsche.

Dabei könnten Zufriedenheit und Ehrgeiz durchaus gleichzeitig existieren.

Man kann etwas verändern wollen und trotzdem anerkennen, was bereits gut ist.

Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen einem Wunsch und einem Mangelgefühl.

Ein Wunsch sagt:

Das wäre schön.

Ein Mangelgefühl sagt:

Erst wenn ich das habe, darf ich zufrieden sein.

Und dieser Satz kann gefährlich werden.

Denn kaum ist das Ziel erreicht, erscheint häufig das nächste.

Dann liegt Zufriedenheit immer ein paar Meter vor uns.

Nah genug, dass wir sie sehen können.

Aber weit genug, dass wir sie nie erreichen.

Vielleicht ist Zufriedenheit deshalb nichts, was automatisch entsteht, wenn sämtliche Probleme verschwunden sind.

Das wird wahrscheinlich ohnehin nie passieren.

Irgendetwas fehlt fast immer.

Irgendetwas könnte besser sein.

Vielleicht bedeutet Zufriedenheit vielmehr, dass das Fehlende nicht permanent den Blick auf das Vorhandene verdeckt.

Zu sehen, was gut ist.

Ohne deshalb so zu tun, als wäre alles gut.

Dankbar zu sein, ohne ambitionenlos zu werden.

Weiterzugehen, ohne die ganze Zeit vor dem eigenen Leben davonzulaufen.

Vielleicht ist das tatsächlich eine Kunst.

Und vermutlich eine, die man immer wieder neu lernen muss.

Denn Zufriedenheit bedeutet nicht:

Ich brauche nie wieder etwas anderes.

Vielleicht bedeutet sie nur:

Für diesen Moment muss mein Leben nicht anders sein, damit es etwas wert ist.

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